Hier eine kleine Geschichte zur Erheiterung, hab ich mal irgendwo gelesen, weiß aber nicht mehr wo - auf jedenfall schlicht aber schön.
Ein Zen Meister hat zwei Schüler. Diese üben jeden Tag im Klostergarten mehrere Stunden ein Geh-Meditation.
Da beide starke Raucher sind, überlegen sie sich, ob sie dabei nicht rauchen können - schließlich sind sie ja draußen.
Sie beschließen den Meister zu fragen.
Am nächsten Tag treffen Sie sich im Garten zur Meditation und einer von Ihnen hat eine brennende Zigarette im Mund.
Der andere wird wütend und sagt: "Der Meister hat es verboten - kümmert Dich das nicht ?"
"Aber mir hat er es doch erlaubt !"
"Oh- wie ungerecht, mir hat er es verboten und ist furchtbar wütend geworden"
"Was hast Du Ihn denn gefragt ?"
"ich habe ihn gefragt ob ich beim Meditieren im Garten rauchen darf, da ist er wütend geworden und hat mich mit dem Stock geschlagen"
"Oh - ich habe gefragt ob ich beim Rauchen meditieren kann, da hat er sich gefreut - gut, wenigstens meditierst Du"
... Es ist halt immer alles eine Frage des Blickwinkels
Mich beschaeftigen gerade zwei Themen.
1) Wenn ich eine Aussage ueber mich in der Zukunft mache, ein sogenanntes Versprechen, schraenke ich dadurch meinen Handlungsspielraum ein? Zumindest gehoere ich zu den Menschen, die so genau wie moeglich halten, was sie versprechen, selbst wenn es der andere laengst vergessen hat. Vielleicht ist es besser, keine Aussagen ueber sich in der Zukunft zu machen.
2)
Meinungen. Ueberall erzaehlen mir die Menschen, was sie meinen. Manche nur um was zu sagen, manche, um mich zu ueberzeugen. Meinungen. ?
Was mich daran aber eigentlich wundert, ist, dass sie gar nicht wissen, wem sie das sagen. :)
Und die wahre Resonanz darauf in mir ist auch nicht von Interesse.
Genug Gedanken fuer heute... ;)
Nina
Liebe Übende!
Eben las ich Beiträge zur Reinkarnation, die ein wenig am Ziel vorbeigingen.
Was ist die Ursache für den Glauben an eine Wiedergeburt? Weshalb kam dieser auf, wenn doch im gleichen Atemzug vom HIER und JETZT berichtet wird?
Meiner Meinung nach dient ein Glauben an eine Wiedergeburt dem Nehmen einer Last von den Schultern des Gläubigen, damit er den Blick für das Heute frei bekommt. In einer anderen Religion hängt jemand am Kreuz und hat den Gläubigen das Leid vor guten 2000 Jahren durch seine Kreuzigung abgenommen. Das nur zur Illustration! Es geht ums HIER und JETZT, da ist das Hilfsmittel nächstes Leben schon recht, wenn der Schuh drückt!
Grüß Euch
Dae Kyong
Hallo ihr Lieben
Was mach ich eigentlich mit der aktivierten Erfahrung des Zen?
Was mach ich beim erkennen der Leerheit = Erscheinung in mir, wie handel ich damit? Das mein ich so wie es dasteht.
Was mache ich damit, wenn Zen _Nichts_ gegeben hat?
Das ist ein Frage.
liebe Grüsse
Helmut
Liebe Freunde!
Selbstredend war der Holländer kein Vierauge. es geht um die Farbkontraste, die auf seine Arbeit zurückgehen, und die ich zur Neubearbeitung von Fotos am Rechner heranzog.
Viel Freude:
https://fotoalbum.web.de/gast/stillsitzer/van_Goghs_Brille
Dae Kyong
Heute wird es mir wieder etwas deutlicher. Ich habe irgendwie ein Gefühl nicht dazu zu gehören. Wie schon mehrmals bin ich hier nicht dabei, ich finde keinen Anfang , aber auch kein Ende. Es ist wie nebenher leben, einfach so ohne Sinn-volle Verbindung. Bei den heutigen Beiträgen komm ich mir so blöd vor, so unwissend überflüssig. Ich kann nichts dazu sagen und ich will es auch wieder nicht. Nicht das ich das nicht kennen würde, aber hier ist es doch noch etwas schmerzhaft, die Erfahrung nicht zu wissen und das was ich weis nicht sagen kann weil es sowie so schon gesagt ist. Immer wieder das zerstören und zerfransen verunglimpfen und dann diese IP's , es geht mir nichtmal auf die Nerven ich hoffte nur einmal hier Hilfe zu finden, oder ... ich weis auch nicht. Vielleicht will ich auch nur nicht sein was wir sind. Ja, genau, ich möchte irgendwo dazugehören! Werde wohl lernen müssen das das nicht geht.
liebe Grüsse
Helmut
Hallo liebe Erleuchtungssuchenden!
Es gab die Zeit, in der ich jedes Buch, daß mir in die Hände fiel,über Erleuchtung las. Auch im Internet war ich auf jeder Seite zu finden. Ich las den Dharma Bhuddas.
All diese Dinge brachten mich 2004 in die Psychatrie. Ich hatte Hallus und hörte Stimmen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Einbildung jetzt endlich erleuchtet zu sein. Dies war gepaart mit einem tiefen Glauben an Gott.
Beschäftigt habe ich mich mit Bhuddha, weil ich das Leid dieser Welt nicht mehr aushielt. Jedenfalls wurde ich dann in der Klinik so richtig abgechossen. Ich bekamm Aponal, Risperdal und andere diverse Tabletten und Spritzen. Wieder klar im Kopf, machte ich mir dann Gedanken zu allen möglichen Dingen dieser Welt. Neid entsteht, wenn man sich mit anderen Menschen vergleicht. Also gab ich dies auf.
Haß ist entäuschte Liebe, also gab ich die Liebe auf. Jetzt haben wir 2007 und ich bin Glücklich.
Ich habe immer noch Mitgefühl mit anderen Menschen, aber keine Emotionen und kein Leid mehr. Eins ist Fakt ich bin nicht Erleuchtet.
Eigentlich ist alles wie vorher, nur das mich das Leid dieser Welt nicht mehr zerreißt.
Schöne Grüße Ralf
Ich kenne u.a. diese Webseite hier:
http://www.palikanon.com/
Auch habe ich mal in einer Buchhandlung ein wenig gestöbert. Es gibt einige Versionen der Reden des Buddha.
Sie haben aber meist den Nachteil, sehr alt zu sein. Die Sprache ist wirklich sehr altmodisch geschraubt und geschnörkelt, so daß das Verstehen nicht immer leicht fällt, hat ein bißchen was von christlich gebenedeiter Bibelsprache.
Beispiele:
"...wohl etwa mag eben Majestät bei Pūrano Kassapo das Gemüt erheitert werden."
"Um diese Zeit aber lebte Sonadando der Priester zu Campā, das, gar heiter anzuschauen, mit Weide-, Wald- und Wasserplätzen, mit Kornkammern, mit königlichem Reichtum begabt, vom Māgadher König Seniyo Bimbisāro als Königsgabe den Priestern zu eigen gegeben war."
Weiß einer von Euch, wo es eine modern geschriebene und komplette Fassung gibt, die sich gut liest und die man deshalb gern liest?
die Illusion, dass auch andere mit meinen Augen sehen würden?
oder die, dass Menschen Vernunft besäßen?
oder die, dass alles eins sein könne?
Vielleicht einfach daher, dass ich es so gesehen habe...
daß ich mit ihren Augen gesehen habe.
daß ich ihre Vernunft besaß.
dass ich mich eins fühlte.
Alles was mich verwirrt, ist, dass nichts zu sein scheint wie es ist. Einzig, wenn Stille ist, dann ist wirklich Stille.
Jetzt frage mich bloß keiner, warum ich das schreibe.
mipooh
Hallo!
Ich studiere Sprachwissenschaft an der Technischen Universität Berlin und mache eine Umfrage zum Thema Sprachloyalität.
Ich brauche für meine Studie Teilnehmer jeden Alters, Geschlechts und Bildungsgrades. Ich bitte alle, die fünf bis zehn Minuten Zeit aufbringen können und Lust haben an meiner Umfrage teilzunehmen, auf folgenden Link zu gehen:
www.kristonovo.de/umfrage
Die Umfrage ist bis zum 04.07.07 online.
Vorwissen ist unnötig. Mehrmaliges Teilnehmen verfälscht die Statistik, davon bitte ich abzusehen.
Und falls es von Interesse ist: der Datenschutz ist komplett gewährleistet, darauf lege ich Wert.
Bei Fragen bin ich über [javascript protected email address] erreichbar.
Vielen, vielen Dank im Voraus.
die linguistin
Lese gerade Dogens Shobogenzo Zuimonki, und finde es sehr auffallend wie er durchgehend betont, wie wichtig es ist arm zu sein, d.h. nichts zu besitzen und sich über Essen und Kleidung keine Sorgen zu machen.
zb.
"WEG-Übende! Macht euch keine Sorgen über Essen und Kleidung. Haltet einfach Buddhas Regeln ein und beteiligt euch nicht an weltlichen Geschäften. Der Buddha sagte, wir sollten weggeworfene Lumpen als Kleidung benutzen und unsere Nahrung erbetteln. [...] Lagert nicht einmal Übriggebliebenes, und rennt auch nicht umher auf der Suche nach Dingen. [...]" (I 16)
"WEG-Übende sollten vollständig arm sein. [...]" (III 4)
"Alle Vorgänger in unserer Dharmalinie haben die Leute einzig und allein dazu angehalten, keine Reichtümer anzuhäufen [...] Niemals habe ich von einem Reichen gehört, der das Buddha-Dharma geübt hätte. Alle ernsthaften Dharma-Praktizierenden trugen Flickengewänder und erbettelten ihre Nahrung.[...]" (III 7)
usw.
In dem Zusammenhang steht auch die Betonung der Wichtigkeit, die Anhaftung an den eigenen Leib aufzugeben.
Ich frage mich, warum dieser Aspekt der Armut so wenig im Vordergrund steht, zb in "moderneren" Zen-Literatur, oder auch zb hier im Forum? Ist das nicht wichtig? Muss es den heutigen Umständen gemäß uminterpretiert werden?
Warum beharrt dieser Dogen denn so sehr darauf? Vor allem werden ja auch Laien nicht ausgeschlossen - die Hinweise richten sich an alle WEG-Übenden bzw. "alle ernsthaften Dharma-Praktizierenden".
Ist Dogen bei heutigen Zen-Praktizierenden in dem Punkt "out" (sofern sie keine Mönche sind)?
Wie seht ihr das, als Praktizierende?
Liebe Freunde!
Es gibt eine neue Präsentation auf meinem Mailkonto. Die Zusammenstellung der Fotos ergibt eine kleine Geschichte, wenn der Betrachter die Titel hinzuzieht. Es handelt sich hierbei um ein Angebot des Urhebers, dem Ihr folgen könnt oder es einfach unbeachtet laßt. Produzent und Konsument sind völlig frei in ihrer Wahrnehmung, um die Konditionen eindeutig festzuhalten. Somit setze ich nun den Link:
https://fotoalbum.web.de/gast/stillsitzer/Wurzelbehandlung
Es grüßt
Dae Kyong
Hallo
Durch die Erklärungen, bei Wikipedia, zu Scientology ist die Verblendung gefallen. Alles was bleibt ist Zazen. Eigentlich Soloauditing, nur das Gerät ist mein Körper, meine Emotionen, der Zeiger ist das wahre Selbst. Er schweigt und beobachtet, jeder Ausschlag ist sofort prüfbar. Es gibt Niemanden der mir sagen kann was für mich richtig oder falsch ist, erst recht kein Auditor.
liebe Grüsse
Helmut
Vorbei am Fujisan
Im Shinkansen
schaue ich den Fujisan
die iPod-Generation
hört Hiphop
mit geschlossenen Augen
Fuji's Spitze
in Wattewölkchen verpackt
trotz Kopfhörer
dringt Lärm
an mein Ohr
Schon sind wir vorbei
was mir bleibt, ist Hiphop
ich wünsche mich zurück
auf den Kawaguchi-See
mit dir.
Hallo,
ich lese gerade das Buch von Abt Muho. Und dort beschreibt er u.a. seinen Aufenthalt in einem Rinzai-Kloster. Er erwähnt dort, dass man dort sogar als "letzter" Mönch (der zuletzt ins Kloster eingetretene) die Reste der anderen aufessen musste und sogar gelegentlich das eigene Erbrochene verdrücken musste.
Widerlich! Vielleicht ist Meditation doch nicht immer so gesund!
Guten Appetit!
Anita
War Buddha schon während er noch lebte, als Mensch unter Menschen, schon Buddha oder wurde er Buddha weil er von Menschen so erschaffen wurde? Kann ein Mensch wirklich als Buddha leben? Ich sehe eher das ihm als Boddhiattwa wie Buddha leben kann.
Solange ein Mensch lebt wird er unweigerlich in das Leben verstrickt sein. Er muss für Das leben seiner Form sorgen. Dieses Sorgen kann nur in Verbindung mit den anderen Formen geschehen. Das Gesetz kann nicht verdunkelt werden.
Helmut
Hallo,
ich habe von einer bekannten das Buch "Das Zen der Kreativität" von John Diado Loori geschenkt bekommen.
Kennt jemand diesen Zennie? Ich kann ihn nicht wirklich einer Richtung zuordnen, scheint wohl eine Mischung aus Soto und Rinzai zu sein?
Egal, was er in diesem Buch schreibt, berührt meine künstlerische und kreative Seite. Gibt es Zen-Gruppen in Deutschland in dieser Richtung Zen-Kreativität-Kunst?
Danke,
Fabian
Hi,
da ich in Kürze auf meinen letzten Beitrag ggf. den Hinweis erhalte, doch mal direkt bei Muho nachzufragen, wollte ich dem mal vorgreifen. Ist www.antaiji.dogen.de die richtige Adresse? Die ist angeblich zum Verkauf? Weiß jemand mehr?
LG
Anita
Hallo,
wie bereits weiter unten geschrieben und auch schon entsprechend spöttisch kommentiert, lese ich im Moment das Buch von Muho. Ich will gar keine weitere Diskussion darüber führen, habe nur eine Frage. Muho spricht dort vom Bumo onjukyo, das er das "Sutra von der großen Elternliebe" nennt. Kennt das jemand? Ich habe darüber im Internet nichts finden können, vielleicht wird es aber auch anders geschrieben.
LG
Anita
p.s. eins noch: was ich an solchen Autobiographien so interessant und sympathisch ist, das ist die Tatsache, dass hier die sonst so geehrten Personen wie normale Menschen rüberkommen, mit ebensolchen Schwächen wie jeder hier auch, sei es Egolastigkeit, Alkoholismus etc. Das mag ich auch den den Büchern von van de Wetering! Wie normal diese Leute doch sind, wie menschlich im Gegensatz zu den Bildern, die hier einige von sich selbst zeichnen. Vielleicht sind dann das diejenigen, die solche Bücher am meisten ablehnen? ;-))
Ich denke also bin ich.
Ich denke, das bin ich.
nicht
Ich denke das bin ich.
Ich denke Das bin ich.
Ich denke das bin ich?
Ich denke das bin Ich.
Wo ist der geblieben der sagt: ich bin der der ich bin? Wo der der sagte: Ich bin ?
Das "ich bin" verschwindet immer mehr, je klarer wird das es nur erdacht ist. Was bleibt wenn ich bin weg ist? Weis was ist. Ich denke, es ist Zeit. Zazen "einsam" und allein? Ganz schön gefährlich. Niemand reales um sich wirklich auszutauschen oder einfach nur zu folgen.
Joko Beck ist wirklich radikal und unerbittlich in der Zerstörung von Illusionen, wenn man ihr folgt. Zen im Alltag, das ich nicht lache, welcher Alltag bleibt da noch. Ich kann froh sein wenn ich noch Augenblick habe. Wobei die Bedeutungen auch schon nicht mehr stimmen. Vögel, Regenwürmer, Fenster Ich sterbe am Fenster und werde von der Strasse "gerettet", was ist dabei. Wenn der Fahnenmast gefällt wird bewegt die Fahne sich ein letztes mal, danach wird sie beerdigt. Wo ist "Wind", oder wo war er?
liebe Grüsse
Helmut