weil mir so langweilig ist habe ich mir einen neuen nickname zugelegt!!
diesmal einfach mein vorname, macht irgendwie mehr sinn... ;-)
gruß
thomas
Hallo,
wenn man eine Woche oder ein Jahr in einem japanischen Kloster verbringen will.
Sehe ich es richtig, dass ein Soto-Kloster geeigneter ist für den Europäer, wegen des Stockes und dem Umgangston und so weiter?
Sind Sojiji und Eiheiji geeignet? Haben die keine einglischsprachige Homepage?
Habt Ihr Erfahrungen mit japanischen Tempeln?
Habe gesehen, dass Japaner nach Indien fahren.
Ist Indien besser oder Japan?
Und: Wo finde ich weitere Informationen? Wo finde ich eine Liste der japanischen Tempel, die geeignet sind?
Gruß,
Peter.
Hallo ich kann hier nur auf mein Profil hinweisen da steht alles drin weswegen ich hier bin. Vielleicht gibt es einen erfahrenen Menschen
der mit mir das bespricht und mir sagt was ich jetzt tun soll. Ich habe schon ein bißchen versucht zu missionieren, das ist wohl aber nur bei denen möglich die sowieso offen für Mystik sind. Es wäre einfach sehr nett einen erfahrenen Gespächspartner zu haben.
Es scheint mir, die Menschen erwarten nur, und wenn sie nichts erwarten scheint es ihr unwichtig. Ist es eine Frage des Bewusstseins, oder ist es nur so, dass die Essenz des Lebens, nämlich, alles so erleben als wäre es das erste Mal, vergessen worden ist?
Liebe Grüsse,
Mjditr
Hallo Zusammen,
weiß jetzt nicht genau wie ich anfangen soll...
jedenfalls scheine ich eine innere Anspannung zu haben, die sich immer in irgendeiner Form entläd - zum Glück immer nur in einer Form. Hauptsächlich tritt das jährlich zwischen Januar und April auf.
(Ja, ich weiß, Lichtmangel, komme übrigens gerade aus dem Solarium ;-)
Oft ist die Form eine motorische Unruhe.
Ich muss dann z. B. immer wieder mal meine Schulter anspannen. (vielleicht ein leichtes Toret)
Das Problem ist jetzt das: Wenn ich sitze bewege ich mich ja nicht großartig. Dadurch geht die Unruhe in Bereiche die ich beim Sitzen bewegen kann. Z. B. Augenbereiche, Ausatmung, Magenkontraktion, Stimmbänder. Und bleiben dann auch nach dem Sitzen dort.
Stimmbänder sind schlecht, weil es nach einigen Tagen passieren kann, dass ich kaum noch sprechen kann. Die Stimme wird dann immer gepresster.
Und das ist beruflich sehr hinderlich.
Zur Zeit sind leider Stimmbänder dran.
Ich habe die Möglichkeit das Ganze etwas umzuleiten, z. B. auf die Augenbereiche.
OK, da sind sie im Moment.
Gefahr des Stimmbandkrampfes gebannt, aber es nervt einfach tierisch, beim Sitzen ständig mit den Augen rumzucken zu müssen.
Wenn ich nicht daran denke, macht es einfach weiter. Scheint vom Unterbewußtsein auszugehen.
Auch geht es dann manchmal wieder zurück zu den Stimmbändern.
(Die schulmedizinischen Möglichkeiten habe ich übrigens schon jahrelang ausgiebig zu Rate gezogen.)
Dazu nun meine Fragen an Euch:
Kennt jemand ähnliche Probleme und hat Lösungen?
Wie würdet Ihr mit damit während dem Sitzen umgehen?
Warum konnte die Meditation nicht tiefer in das Unterbewußtsein eindringen, und Spannungen aufdecken/abbauen? Oder passiert das bereits?
Danke schon mal und Gruß,
Peter.
Hallo,
ich bin bei meinem zweiten Buch über Zen. Nachdem ich das erste nicht allzu sehr verstanden habe und mir alles wie eine nicht zeitgemäße Lebenseinstellung erschien bin ich durch das zweite "Everyday Zen" doch ein wenig "erleuchtet". Das ist etwas überspitzt aber ich beginne einfach einige Grundideen des Zen zu verstehen.
Was ich mich jetzt frage ist: Is das normal? Ich meine ich kann die Idee durchaus verstehen, dass wenn man sein Ego verliert, man auch glücklicher wird. Wenn man sich nicht an etwas bindet, einfach loslässt und die Welt akzeptiert so wie sie ist. Dennoch verstehe ich nicht warum. Wir Menschen sind ja nicht ohne Grund so. Das ist unser "Instinkt". So sind wir geschaffen worden. Dieses Verhalten hat ja bestimmte Gründe die uns mehr oder weniger das Überleben in der Gesellschaft ermöglichen. Das kann man im kleinen auch auf Primaten die in Gruppen leben abbilden. Nicht nur auf diese sondern auf alle Rudeltiere. Warum sollte man dieses instinktive Verhalten ablegen? Warum kann man nicht im Einklang damit leben? Und die eigentliche Frage ist, wenn wir doch unser Ego ablegen sollen, werden wir dann nicht zu Willenlosen?
Danke schonmal =)
Hallo Leute
vor ein paar Tagen habe sah ich im Fernsehen eine sehr interessante Dokumentation. Ein amerikanischer Neurologe und Gehirnforscher hat sich über Jahre damit befasst, was während der Meditation in unserem Gehirn passiert.
Er hat mit Buddhisten als Probanden genauso gearbeitet wie mit Nonnen. Die Ergebnisse waren aber fast immer die gleichen. In tiefer Meditation zeigte sich bei allen eine gesteigerte Durchblutung der beiden Schläfenlappen. Und jetzt wird´s abenteuerlich: jene Region im Gehirn, die zuständig ist für die Orientierung und das Ichgefühl wurde mit zunehmender Meditationstiefe immer weniger durchblutet.
Also drehte er den Spieß um, nahm völlig ahnungslose Leute und stimulierte genau jene Zentren im Gehirn. Was passierte: Die meisten völlig unwissenden Probanden sprachen nach dem Experiment von einer Auflösung des Ich, von einem plötzlichem Einssein mit der Welt wo die Grenzen zwischen Ihnen und der Welt verschwanden.
Bei anderen, bei denen er nur die Schläfenlappen stimuliere, berichteten von Erfahrungen, wie sie nur sehr fortgeschrittene Meditierer kennen.
Er berichtete aber auch, dass in jedem Menschen diese Regionen unterschiedlich sensibel sind - und tatsächlich bestätigte sich auch, dass jene Leute mit weniger senlibler Schläfenlappen, sich schwerer tun in tiefere Meditation zu kommen.
Die Frage ist jetzt, was das für uns bedeutet. Denn das verhängnisvolle ist ja, dass niemand, kein lebender Mensch all die Erfahrungen ohne sein Hirn machen konnte, sei es Buddha oder der von mir so verehrte Huang Po oder sonst wer.
Ich glaube nicht, dass wir so etwas einfach mit einem Lächeln zur Seite schieben sollten.
Was meint ihr dazu?
lg
sandra
Da meine erste Frage zur Verbindung von Zazen und Satori augenscheinlich auf die zenbuddhistische Abneigung, Kausalitäten zu erläutern, gestoßen ist, möchte ich es andersherum probieren.
Da Zazen in den zenbuddhistischen Schulungszentren und Klöstern einen überragenden Stellenwert genießt, ist anzunehmen, daß diese Praxis eine Bedeutung besitzt, die mit dem Grundanliegen des Zen (also Selbsterkenntnis + = Welterkenntnis) zu tun hat.
Jetzt also meine Frage an Euch, die Ihr Zazen praktiziert und in Euren Grundüberzeugungen wohl auch dem Zen-Buddhismus nahesteht: Wie beeinflußt Euer Zazen Eure Wahrnehmung und Interpretation der Welt. Wie wirkt Zazen auf Euren Geist und Charakter?
Beste Grüße
Yan-shou
Liebe Wegbegleiter!
Es ist soweit!
Heute möchte ich Euch mitteilen, dass wir einen kleinen Raum für Zazen
gefunden und angemietet haben.
Aller Anfang ist schwer, so ist ersteinmal zu renovieren, das nötigste,
wie Teppichboden und Sitzkissen anzuschaffen und dann kann es bald
richtig los gehen;
mit dem Sitzen :-)
Für Zazen wird es am Anfang einen fixen Termin geben und alles weitere
wird sich nach Bedarf entwickeln.
Angedacht ist außerdem ein Termin für die Besprechung ausgewählter
Texte.
Am 21. März 2004, pünktlich zum Frühlingsanfang soll dann eine kleine
Eröffnungsfeier stattfinden.
Am 08. April 2004 können wir dann sicherlich auch Hanamatsuri / Buddhas
Geburtstag feiern.
Teilnehmer und helfende Hände sind herzlich willkommen.
Gasshô
Mario aus Berlin
http://de.groups.yahoo.com/group/ZenDojoTegel/
hi volks
ich frag mich jeden lieben tag, wozu ich mich in vorgegebener haltung eigentlich in stille eine halbe stunde vor eine tür setze und weiß, dass es einfach nichts bringt und mache es trotzdem jedes mal aufs neue :-)
ich dachte das wozu? hört irgendwann auf an meinem verstand zu nagen, aber et hat sich eingenistet ...
gehts euch ähnlich ? stimmt ihr mit zu, dass es NICHTS bringt ?
Hallo Leute,
seit etwa 3 Jahren verfolge ich nun dieses Forum. Bis vor kurzem immer passiv.
Ich habe so einige Namen kommen und gehen sehen.
Nun möchte ich euch, vor allem die, die hier schon länger da sind fragen: Was nehmt ihr wirklich aus dem Forum mit? Gab es tatsächlich Beiträge die euch zum nachdenken oder umdenken gebracht haben. Beiträge die eueren Weg auch nur im geringsten irgendwie beeinflusst haben?
Oder ist es nicht viel mehr ein Spielplatz der "Eitelkeiten" wo ein jeder seine Fortschritte und Erleuchtungen zum Besten geben will und sich so in einer selbsternannten Herrlichkeit sonnt - wenn auch nur im Netz.
Was mich bertifft: Da gab es in der Vergangenheit einen der unter dem Nick "LaymanHo" geschrieben hat. Seine Beiträge waren für mich sehr lehrreich und von ihm habe ich tatsächlich Dinge für mich gefunden. Schade dass man nichts mehr von ihm hört.
lg
sandra
Aufgrund eines umfassenden Hardwareschadens ist es uns leider bisher nicht gelungen, die Artikel von dem 20.10.2003 bis zum 4.02.2004 wiederherzustellen.
Ein Backupdatenträger wird nun eingeschickt.
Der Artikelbereich steht jedoch jetzt schon wieder zur Verfügung.
Verlinkungen aus Profilen, die nicht verknüpft sind, bleiben zunächst da wie die Hoffnung auf eine Wiederherstellung noch nicht aufgeben haben.
Streit ist sicher etwas Unschönes, aber etwas, das in offenen Internetforen von Zeit zu Zeit unausweichlich ist. Vom Thema des Forums ist das völlig unabhängig und daher ist auch zen.de nicht davor gefeit.
Der Anlass ist fast immer derselbe: zumindest ein Teilnehmer ist nicht zufrieden damit, seine Meinung mit Argumenten zur Sache zu vertreten sondern meint, seine Argumente zusätzlich auch noch mit Beleidigungen und/oder Diffamierungen stützen zu müssen - was entsprechende Gegenreaktionen hervorruft.
Natürlich - und auch das erlebt man immer wieder - geht dem eine Vorgeschichte voraus. Wann, wo und von wem da die Grenze zwischen sachlicher Argumentation und persönlichen Angriffen überschritten wurde, wo aus Scherz und Ironie (die einer Diskussion erst die Würze geben) Sarkasmus und gehässiger Spott wurden, das lässt sich im Nachhinein kaum entscheiden - zu unterschiedlich sind da die Maßstäbe. Daher macht es wenig Sinn, dies auszudiskutieren, nach einer 'Schuld' zu fragen. Die Katze ist entzweigeschnitten.
Es gibt Foren, wo (gewählte oder ernannte) Moderatoren eingreifen, wenn gegen die Spielregeln (netiquette) zu deutlich und unübersehbar verstoßen wird und dann mit mehr oder weniger deutlichen Ermahnungen die Notbremse ziehen. Häufig verlässt dann jemand 'freiwillig' tief beleidigt im Gefühl völliger Unschuld das Forum. Manchmal muss jemand zwangsweise ausgeschlossen werden. Keine schöne Lösung, aber immerhin eine Lösung.
In diesem unmoderierten Forum hier müssen die Teilnehmer selbst für Hygiene sorgen. Bisher ist das noch immer gelungen - was nicht heisst, dass es immer gelingen muss. Die newsgroup de.soc.weltanschauung.buddhismus ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man mit Uneinsichtigkeit und fortgesetzter Intoleranz eine Diskussionsplattform rettungslos zerstören kann.
Als einer der Hauptbeteiligten an der Auseinandersetzung habe ich schon gestern meine Bereitschaft zur Deeskalation erklärt. Im Rahmen einer Diskussion scheint dies allerdings nicht zu gehen. Ich hatte gestern den deutlichen Eindruck, dass ich willentlich und vorsätzlich 'missverstanden' werde; dass mithin der Wille fehlt, zum jetzigen Zeitpunkt zur sachlichen Diskussion zurückzukehren. Ich folge daher dem Rat einiger Besonnener und nehme mir in diesem Forum eine Auszeit von einer Woche.
Freundliche Grüße,
() Ralf
Unten hat jemand geschrieben, dass 20 min am Tag nicht allzuviel seien.
Und dass man als "Laie", der ich ja bin solange ich mich nicht völlig dem Klosterleben verschreibe, eigentlich den ganzen Tag über meditieren kann.
Erst mal die Frage: Wie lange meditiert Ihr denn? Was ist eher viel, was eher wenig?
Ich nehme mal an, dass jeder mal so bei 20 min am Tag war und sich das dann gesteigert hat?
Und die andere Frage: Wenn ich nun als Laie während meines Tagesablaufes meditiere, dann kann ich das beim Essen, beim Saubermachen, beim Lesen, und so weiter. Aber im Job - wo ich ja die meiste Zeit bin - wie soll ich es denn da machen?
Wäre ich jetzt Koch oder Gärtner oder so, kann ich es mir ja vorstellen. Oder auch Gerichtsschreiber oder in der Buchhaltung.
Was macht aber nun ein Projektleiter, dessen tägliches Brot es ist, ständig die Folgen von Prozessen abzuschätzen. Alle Möglichkeiten durchzudenken um die Zukunft möglichst genau zu erraten. Alle Eventualitäten in einen Ablauf mit aufzunehmen. Wo bitte soll man bei dieser ganzen Denkerei denn ZEN machen???? Wie?
Gruß,
Peter.
Der Übersichtlichkeit halber beginne ich hier einen neuen Thread.
Digne schrieb:
{k}In jeder sozialen Gruppe oder Szene gibts eine spezielle Terminologie. Einerseits erleichtert sie die interne Kommunikation.
Andererseits aber dient sie dem gegenseitigen Erkennen von Insidern und dem SichAbgrenzen von Neuen.
Ich hab das in der Kirche mitgemacht;
ich durchlebte das in in meinem politischen Engagement.
Mir wurde diese typische Verhaltensmuster zunehmend zuwider. Wo ich fachlich dazu in der Lage bin oder es einfach menschlich angebracht scheint, suche und versuche ich Klartext.
Hatte bisher gedacht,
dass das im Zen unmöglich sei.{/k}
Der Wunsch nach Klartext ist verständlich - jeder, der beginnt, sich mit Zen auseinanderzusetzen, hat ihn.
Aber das, worum beim Zen geht, lässt sich nicht in 'Klartext' ausdrücken - das ist eine der ersten und vielleicht wichtigsten Lektionen. Diesem Kern kann man sich sprachlich (und hier im Forum sind wir auf Sprache beschränkt) allenfalls andeutend annähern. Sicher, da gibt es 'Insider', die sich mit einem zen-spezifischen Zeichensystem verständigen, das auf 'Fachausdrücken' und auf der Koan-Literatur beruht - die man dazu natürlich erst einmal einigermaßen kennen muss. Im Forum hier kommt das allerdings recht selten vor und wenn, dann ist dies zumeist an einzelne Personen gerichtet. In der Regel wird hier allerdings gerade von 'Insidern' eine für Zen-Verhältnisse verhältnismäßig offene Sprache geführt.
Offene Sprache, 'Klartext', wie Digne es nennt, birgt allerdings die Gefahr in sich, dass sie leicht als 'eigentlich' genommen wird. So werden Missverständnisse vorprogrammiert. Im Zen wird dies mit der Warnung 'pu shuo po'(不說破), 'nicht (zu) offen sprechen' ausgedrückt.
Man sehe sich die kürzlich hier gestellten Fragen und Antworten an. Als Kaiser Wu Bodhidharma fragte, wer denn das da vor ihm sei, antwortete der "ich weiss es nicht". Bodhidharma ist jenseits von Fragen und Antworten. Ein Mipooh - wäre er dabei gewesen - hätte vermutlich einen langen Vortrag in 'Klartext' gehalten und dabei deutlich darauf hingewiesen, dass eine Antwort wie die Boddhidharmas nur von einem Dummkopf stammen könne, der mit 20 schon geistig in Rente gegangen ist. Sicher ist die Antwort Bodhidharmas für einen Neuling (Kaiser Wu war allerdings keiner) nicht sehr hilfreich, und deswegen bemühen sich hier manche um unsinnige, aber vielleicht(!) hilfreiche Antworten auf irrelevante Fragen - 'man lässt sich ins Gras fallen'. 'Klartext' mag eine Frage beantworten - hilfreich ist er, soweit es um Zen geht, in den seltensten Fällen.
Es mag dem Neuling lästig oder sogar überflüssig erscheinen, aber Zen hat wie andere Gebiete auch seine eigene Hermeneutik. Es hilft wenig, da über "typische Verhaltensmuster" zu lamentieren, das ist gar nicht der Punkt der Sache. Genauso könntest man sich darüber beschweren, dass sich Musiker oder Naturwissenschaftler so unverständlich über ihr Gebiet äußern. Wenn man Zen nicht nur üben, sondern auch 'verstehen' will (was übrigens durchaus nicht notwendig und in letzter Konsequenz auch gar nicht möglich ist), dann kommt man nicht umhin, sich ein wenig mit dieser Hermeneutik zu beschäftigen.
Vor dem 'Klartext' eines Mipooh, der so wortreich Anderen hier im Forum 'Dummheit' und andere Defizite vorwirft, kann ich nur warnen. DAS ist es nicht. Um einen der von Digne so ungeliebten Zen-Ausdrücke zu benutzen: Das ist nichts anderes, als den Affen zu füttern.
Freundliche Grüße,
Ralf
liebe leute,
wir geloben alle wesen zu retten!
doch ..
die einen studieren nur die schriften,
die anderen sitzen nur ihr zafu platt,
& manche machen beides;
die nächsten sind schon lange erleuchtet
(& reden nur darüber)
und wieder andere begeben sich auf die (irr-)wege der esoterik ;-)
doch im ernst:
wie wird euer mitgefühl lebendig?
und wie funktioniert es praktisch -
mit dem retten aller wesen?
frage ich mich zumindest immer wieder ...
gassho ho-kai
Buddha lächelt.
Die Sterne leuchten hell.
Klar ist die Nacht.
Mein Herz ist rein.
Liebe Freunde,
habt Ihr eigentlich soetwas wie eine persönliche Theorie der Erleuchtung durch Zazen entwickelt? Ich meine, wie könnte man erklären, daß Sitzen zu Satori führen kann? Vielen Dank für Eure Antworten.
Gruß
Yan-shou
Ich finde die Zen-Philosophie legt den Gedanken nahe, dass einige Menschen "höher" gestellt sind als andere. Was ich damit meine ist nicht ein ungerechtes behandeln der unterschiedlichen Menschen oder das Ziel sich zu Entwickeln, sondern der Gedanke, dass ein Zenmeister nicht auf einem Spezialgebiet "besser" ist als ein anderer, sondern das im grunde eine universale Messlatte existiert.
Diesen Gedanken kann ich mit meiner westlichen Sicht von Toleranz und der Unersetzlichkeit des Individuums nicht vereinbaren. Für mich gibt es kein oben und kein unten.
Im Christentum beispielsweise gibt es zwar auch den Gedanken von Sünde (= Verfehlung des Zieles), aber eng in Verbindung mit Vergebung. Nach dem Ausführen der Beichte sind alle wieder auf einem Level.
Also ich hatte den Thread bezüglich Selbstdisziplin eröffnet, und manche Antworten gaben neue Fragen auf. (Ich erlaube mir allerdings einen neuen Thread, da der alte sehr vom Thema abgeschweift und übersichtlich ist).
Die Frage war: soll man sich auch zum Sitzen zwingen, wenn man nicht mag.
Diese Frage wunderte manchen, der sich denkt, entweder man will Zen machen oder nicht. Aber so einfach "funktioniert" nicht jeder Mensch. Also zumindest ich nicht. Es gibt den allgemeinen Wunsch, aber es gibt Hochs und Tiefs. Bei mir ist das zumindest so, und bei manchem anderen vielleicht auch.
1) "Kommt drauf an was Du erreichen willst mit Zen": ich dachte, man soll nichts erreichen wollen? Ich meditiere, im allgemeinsten Sinn, weil ich mir davon positive Veränderungen erwarte, un konkreter, weil ich auf der Suche nach einem erfüllteren Leben bin, das sein Glück nicht im Äußerlichen findet, sondern im Inneren.
Aber ich erwarte mir nichts total Konkretes davon.
Ich glaube nicht, dass ich - für ein Kind des zeitgenössischen Westens - außergewöhnlich abhängig bin von Dingen und Konsum und anderer Menschen Meinung usw. Aber doch mehr, als ich es mir für mich wünsche. Auf der Suche nach einem erfüllten und selbstgenügsamen Da-Sein ist für mich Zen nur EIN Weg. Die Frage nach der Kunst des Lebens" beschäftigt mich schon seit meiner Jugend und unter den Antworten fand sich auch Meditation im allgemeinen und Zen im Konkreten. Und da ja empfohlen wird, nicht zwischen den vielen Schulen der Mediation umherzuhüpfen, will ich nicht bloß hineinschnuppern, sondern auch mittelfristig dabei bleiben.
Ich bin auch nicht gestresst oder unglücklich und "nutze" Zen sicher nicht als Beruhigung nach der Arbeit oder als Therapie (das soll es ja auch nicht sein). Ich will es überhaupt nicht "benutzen".
2) "20 Minuten am Tag sitzen ist ein Tropfen auf den heißen Stein": Wie lange "soll" man sitzen am Tag? Gibts nur "Hardcore"-Zen und sonst nichts? Fängt man nicht klein an? Ich muss sagen, auch angesichts meines ersten Punkts, dass diese pauschale Aussage mich sehr wundert.
3) Zen und Religion: Ich weiß um die Existenz des religiösen Hintergrunds von Zen, habe mich aber damit nicht näher damit auseinandergesetzt. (Ehrlichgesagt vertraue ich sehr auf mein eigenes ethisches Empfinden, das, da bin ich mir sicher, sich in vielen Punkten schon von vornherein mit vielen buddhistischen Ansätzen deckt, auch wenn das Tun oft dem Wollen nicht gerecht wird.) Ist dieser Mangel in Euren Augen ein schwerwiegender?
Bensch