Hi,
habe seit Jahren cronische Knieprobleme, schon ein normaler Schneidersitz tut mir nach 10 Minuten saumäßig weh, an den Lotossitz brauch ich gar nicht zu denken. Möchte aber nicht im liegen meditieren. Kennt jemand eine Sitzposition die die Knie nicht so sehr belastet ? Sind Hilfsmittel wie eine Meditationsbank da sinnvoll ? Oder wäre es venünftig erst mal ein wenig körperbetontes Yoga zu praktizieren um "weicher" in den Beinen zu werden ?
Grüße
Daniel
Hallo, guten Morgen,
weiss jemand, wo man Hakamas und Co kaufen kann
(ausser bei Klang & Stille oder ortsansässigen
Asia-Sport Läden)?
Lieben Gruss
Iris
"54. Der unaufhaltbare Strom der bewußten Gedanken des Egos kann nicht lange genug still stehen, als dass man die Wahrheit verstehen könnte. Dennoch versuchen die Leute immer, sich eine Sperre gegen diesen Strom auszudenken - sie benutzen Gedanken, um das Denken aufzuhalten. Gedanken sind wie Wildkatzen. Niemals würden wir eine Wildkatze benutzen, um eine andere zu zähmen.
Wie nun treten wir ein in den Zustand des Nicht-Gedankens? Wir verstehen die nicht-substantielle Natur sowohl von jenem, der denkt, als auch dem Gedanken an sich. Wir verstehen, dass es in Wahrheit weder einen einzigen winzigen Gedanken an einen Gedanken noch einen Denker gibt. Wenn wir Zeugnis von dieser Wahrheit ablegen, befreit uns unser eigenes Zeugnis von der Fesselung der Gedanken daran, keine Gedanken zu haben." (Maximen des Han Shan)
Ich glaube, dass den verschiedenen mystischen Traditionen ein bestimmter kontemplativer "Prozess" gemeinsam ist, und der läßt sich, wie schon an anderer Stelle geschildert, in zwei Teilen zusammenfassen, die aufeinanderfolgen oder miteinander einhergehen. Buddhistisches DHYANA etwa läßt sich wie folgt verstehen:
- Beruhigung des "Ego-Bewußtseins" (mangels eines verständlicheren Begriffes...) mitsamt seines sinnesgebundenen Bewußtseins; Schaffung eines nicht-dualistischen Geisteszustandes
- Einsicht in das, was allen geschaffenen/"geborenen" Phänomenen (=dualistischen Bildern) vorausgeht
Buddhistische Samatha-Vipasyana-Meditation - Hui-nengs kurze brilliante Anweisung - die spätere dem eng verwandte Koan-Praxis Da-huis - Meister Eckharts Abgeschiedenheit & Gottesgeburt in der Seele - kontemplatives Beten in der christlichen Tradition - meines Erachtens liegt ihnen allen in mehr oder weniger deutlicher Form der obenbeschriebene Prozess zugrunde. So gesehen ist Zen, was den kontemplativen Teil betrifft, durchaus nicht einzigartig - abgesehen von der Fülle an zahlreichen Varianten, die sich über die Jahrhunderte innerhalb des Ch'an/Zen herausbildeten.
Schriftenlesung kann diesen Prozess der Beruhigung & Einsicht ergänzen. Buddhistische Sutras etwa sind voll von Mitteln, die dem Übenden helfen können, bestimmte "Knoten", spirituelle Blockaden zu lösen und zu PRAJNA, zu spiritueller Weisheit zu gelangen.
Moralisches Verhalten - SILA - in Form von Verhaltensregeln, Paramitas oder dem christlichen "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" bekommt erst dadurch Sinn, dass es der höheren Wahrheit dient und nicht Selbstzweck ist (etwa "besseres" Karma erzielen soll, oder einen der günstigen Plätze im "Jüngsten Gericht" zu ergattern...).
Meines Erachtens tauchen DHYANA - PRAJNA - SILA in allen großen spirituellen Traditionen auf; keines führt alleine zum Ziel, sondern alle drei müssen miteinander einhergehen - mit Berücksichtigung individueller Veranlagung. Zu viel Schriftenstudium führt zu Verwirrung, da erst die Meditation die Prinzipien kohärent macht; wenn man nur meditiert, fehlt einem womöglich die Orientierung, und man fällt irgendwelchen Geisteszuständen zum Opfer; und wer nicht lernt, zu geben und zu teilen, hat Gier, sei es spiritueller oder materieller Art, vermutlich noch nicht überwunden. So kann jeder Übende selbst sehen, wo er oder sie gerade feststeckt, und woran es womöglich gerade mangelt - mir persönlich hat es geholfen.
Gruß,
Ken
Nachdem das Buch "Auge des Geistes" nun mehrmals empfohlen wurde hab ich mir das nun natürlich auch anschaffen müssen und es ist wirklich gut :)
Auf Seite 129, Textmarke 14-15 steht das im Shobogenzo das Thema "Umstellen des Lichtes und Zurückblicken" genauer behandelt wird.
Der Author verweisst dabei auf seine Übersetzung "Shobogenzo: Zen Essays by Dogen (University of Hawaii Press, 1986, Seite 9-13).
Das Werk ist allerdings nicht gerade günstig und ich wollte mich mit dem Shobogenzo dann ausseinandersetzen wenn die komplette Übersetzung im Kristkeitz-Verlag vollendet ist.
Gibt es zufällig diesen Teil irgendwo online oder weiss jemand um welches Kapitel des Shobogenzo es sich hier handelt? Ich habe mir mal einiges durchgesehen konnte aber nichts dergleichen finden. Oder hat vielleicht jemand das erwähnte Buch und kann mir so die Seiten eventuell kopieren oder einscannen?
Herzliche Grüsse,
Markus
Hallo ihr lieben,
habe mir ein neues dieser "nutzlosen"
bücher gekauft
Jack Kornfield
frage den Buddha
und gehe den Weg
des Herzens
und was ich dort bis jetzt gelesen habe hat mich sehr berührt.
Liebe Grüße
Roland
Hallo Ihr.
Ich habe ein echtes Problem.
Allgemein kann ich sehr ruhig und bedacht mit allem umgehen, was so von "aussen" auf mich zukommt, nur wenn mich ein mensch der mir sehr nahe steht verletzt,(egal ob absichtlich oder aus Versehen) dann läuft bei mir ein programm ab, und ich kann nicht eher wieder klar sehen, bis ich demjenigen die Sache nicht "zurückgezahlt" habe. Im Nachhinein tut es mir schrecklich leid und ich fühle mich um Jahre zurückgeworfen, was meine geistige Entwicklung betrifft.
Kann mir da irgend jemand einen Tipp geben, wie ich dieses Verhaltensmuster durchbrechen kann?
Danke, Minako
Markus- schrieb am 16.10.2001, 22:22 Uhr zum Thema 'Re[0]: Eure Erfahrungen ?':
Man redet in der Regel nicht über seine Meditationserfahrungen da sonst die Gefahr besteht das man anfängt sich zu "beobachten" was einen eingriff des Egos darstellt und somit ist es keine Meditation mehr. <
Hallo Zengenossen und -genossinnen,
erstmal vielen Dank für eure zahlreichen und ausführlichen Reaktionen auf mein Posting von letzter Woche.
Es war sehr hilfreich für mich. Ich habe die Reaktionen ausgedruckt, überhaupt will ich all das was ich für mich als wichtig erachte aus dem Forum ausdrucken und in eine Extra-Hülle aufheben.
Nun meine Frage (ihr wisst, ich bin noch Anfänger), ist es ein Widerspruch sich mit Zen zu beschäftigen und gleichzeitig seinen Lebensunterhalt in einem Unternehm zu verdienen? Ein Unternehmen hat ja das Ziel der Gewinnmaximierung. Passt das rein in die Zen-Philosophie??
Es gibt Stimmen, die behaupten Zen ist mitten im Leben, demzufolge wäre es also kein Widerspruch. Denn sich in ein Kloster zurückziehen, was nicht wenige Zen-Meister gemacht haben, bedeutet ja nicht mitten im Leben zu stehen.
Oder passt es eher in die Zen-Philosophie in einem Verein zu arbeiten, da Vereine gemeinnützig sind und nicht die Gewinnmaximierung als Leitmotiv haben?
Was meint ihr?
Vielen Dank im Voraus!
Hallo,
ich habe das Problem mir morgens um 5.oo Uhr den
Wecker zu stellen um Zen zu machen und kriege
meine Hintersten nicht aus dem Bett. 2 Tage gehts und dann wieder nicht. Weiterhin habe ich dann auch tagsüber die Problematik mit Müdigkeit, wenn ich so früh aufstehe. Habt ihre eine Idee wie ich mich zu mehr Disziplin erziehen kann und mit dieser Müdigkeit umgehen kann?
Liebe Grüße
Stefanie
Ich würde mich freuen, wenn Ihr über eure Erfahrungen berichten könntet!
Bringt euch Zen was ? Wenn ja, was ?
Es wäre toll, wenn man hier Erfahrungen zusammentragen könnte und sich über diese Frage austauschen könnte.
Also haut in die Tasten !
Aber spart euch bitte schulmeisterliches Gehabe, denn das man beim Zen nicht nach etwas streben soll, weiss ich auch.
Aber die Frage stellt sich doch schon, oder ?
Hallo Wegbegleiter,
am heutigen Sonntag bewegt mich eine sehr knifflige Frage: Wie bekomme ich im Internet Stille herüber? Wenn ich einfach nichts schreibe, liegt der Gedanke nahe, ich bin nicht online und wenn ich etwas verfasse, ist es wohl vorbei mit der Ruhe. Eine Variante ist eine Nachricht ohne Körper, doch ernte ich damit nur Kopfschütteln. Es sollte doch Möglichkeiten geben, sein Schweigen hier oder anderswo zum Ausdruck zu bringen. Damit erreiche ich mehr als mit langen langen Texten.
der ewige Nervtöter
Andreas
Gestern war ich nun endlich im Tempel der Fo-guang-schan und war von der Großzügigkeit des Hauses bzw. von der Ausführung begeistert.
Was haltet Ihr von der Verbindung der Reinen Land Schule und Ch'an-Buddhismus (Lin Chi Sekte)?
Hallo Menschen,
ich bin ein totaler Anfänger im Zen. Ich lese gerade ein Buch von D. T. Suzuki, Titel:"Zazen", und meditiere im bescheidenem Ausmaße. Neulich war ich in einem Dojo und habe eine Einführung in die Zen-Meditation mitgemacht, ich möchte wieder hingehen.
Meine Frage: Leider kriege ich das mit dem konventionellen Meditationssitz einfach nicht hin und meditiere deshalb im Schneidersitz, ist das ausreichend??
Noch was, in diesem Zen-Dojo, in dem ich war, ist es Ritual vor der Meditation mit dem rechten Fuss über die Türschwelle zu gehen und dann im Uhrzeigersinn durch den Raum zu gehen, hin zu seinem Meditationsplatz.
Ist das überall im Zen so?
Ich bin kein Freund von Ritualen und Traditionen, doch offenbar ist das fester Bestandteil von Zen, oder??
Vielen Dank im voraus!
P. S.: Der Zen-Lehrer hat gemeint der Autor D. T. Suzuki wäre für Zen nicht von Bedeutung, da er im Osten vollkommen unbekannt ist und nur im Westen einen Namen hat. Im Grunde hat er von Zen wenig Ahnung.
Haltet ihr das für richtig?
Hallo, ich bin erst Seit 2 Tagen im Zen.de.
Mir macht es sehr viel Spaß diese Beiträge mitzuverfolgen.
ich wollte mal einen text von meinen Lieder zur Diskusion stellen. Auf Rückmeldungen würde ich mich freuen.
Die Kleinen großen Dinge,
die uns das Leben schenkt;
Der Duft von frischer Erde,
glücklich ist wer es erkennt;
Die Kleinen großen Dinge,
sie begegnen uns,
in jenem Augenblick
der Achsamkeit liegt die Kunst;
Frei zu fliegen wie ein Adler im Wind,
mit dem Wasser spielen wie ein kleines Kind,
um das zu sein was wir sind;
Oder wir lassen ranken,
1000ende Gedanken wie Efeu und schlafen ein;
Die Kleinen, großen Dinge,
die uns das Leben schenkt,
Das Knistern eines Feuers,
glücklich ist wer es erkennt.
Die Kleinen, Großen Dinge,
sie begegnen uns,
in jenem Augenblick,
der Achsamkeit liegt die Kunst.
Grüße Stefanie
Der Shaolin-Tempel ist nicht nur der "Geburtsort" des Shaolinquan (im Westen meist als Kung-Fu bezeichnet), sondern auch des C'han. Ist Shaolin auch heute noch ein Ort, an dem C'han praktiziert wird?
Wie kürzlich bereits angedeutet, machte die Berliner Filiale des Shaolin-Tempels einen etwas merkwürdigen Eindruck auf mich. Ich habe mich etwas umgesehen und fand z. B. folgendes Statement des Schauspielers Jet Li, der 1980 am Originalschauplatz den Film "Shaolin Temple" drehte:
"There were only three monks living at the temple. One was the abbot, one
the gatekeeper, and the last one was the caretaker/cook. As far as we knew, none of them had any particular martial prowess and nobody in the area practiced wushu."
Seitdem ist Shaolin zu einem Investitionsobjekt der Tourismusindustrie geworden und es wurden erhebliche Summen in die Restaurierung des Tempels gesteckt - Geld, das nicht nur über die bekannten Tourneen aufgetrieben wird (ich rede jetzt von den "echten" Shaolin-Shows, nicht von den Truppen, die als Mönche verkleidet zweitklassiges Wushu vorführen). Man kann sich im Gegenteil fragen, ob es dabei nicht eher um die Amortisierung besagter Investitionen geht.
Ein zweiter, privater "Industriezweig" sind die Dutzende von Wushu-Schulen, Restaurants, Läden usw. die sich in der Umgebung des Tempels angesiedelt haben, um von seinem Namen zu profitieren. Es scheint da ein Konflikt zu bestehen, wer berechtigt ist, mit dem Namen "Shaolin" Profit zu machen. Der Tempel unter Abt Shi Yongxin hat offensichtlich dabei die Provinzregierung von Henan auf seiner Seite. Seit August letzten Jahres wird anscheinend in Shaolin und Umgebung kräftig "aufgeräumt" - auf eine sehr "unbuddhistische" Art.
Wen es interessiert, der kann sich (wenn er ein wenig Englisch kann) mal auf http://www.russbo.com/destruction.htm umsehen. Ich selbst möchte ebenfalls zu der auf dieser Seite empfohlenen Vorsicht beim Bewerten der Informationen anraten - bei Nachrichten aus China ist es immer schwierig, zu entscheiden, was Desinformation und was "echt" ist. Eine Verleumdungskampagne gegen Shaolin erscheint mir persönlich allerdings sehr unwahrscheinlich.
Eine Kopie diese Postings habe ich mit Bitte um Stellungnahme an die Pressestelle des Shaolin Tempel Deutschland geschickt.
Das Schmerzliche an der spirituellen Suche nach dem Absoluten ist die Erkenntnis, dass ein Lehrer und das, was ein Lehrer als Dharma vermittelt, nicht unbedingt perfekt sind. Wir sollten vielleicht sogar sagen, dass der Dharma selbst nicht perfekt ist - sondern davon abhängt, was wir daraus machen.
Oft genug geschieht es, dass wir wider besseres Wissen an Personen glauben, anstatt an uns und den von uns gewählten Weg. Offenbar haben wir diese Tendenz, uns an Orientierungspersonen zu klammern. An diesem Punkt droht die spirituelle Gruppe zur kultischen Bewegung zu werden.
Was "Zen, Nationalismus und Krieg" betrifft, ein paar Erklärungsansätze aus der subjektiven Sicht eines Laien. Zum einen bedeutet offenbar spirituelle Einsicht nicht gleich politische/globale Einsicht. Vor allem aber gab es von je her spirituell fortgeschrittene Wesen, die dennoch nicht vollständige Durchdringung erfahren hatten. Wer ein "Erleuchtungserlebnis" hatte, muss noch lange nicht befreit sein. Hakuin hatte Dutzende von Satoris - bis zum letzten, dem wahren Satori. Im Surangama Sutra ist die Rede von 50 falschen Erleuchtungszuständen (und es gibt ihrer unendlich viele). Sie müssen alle durchwandert werden. Und im Pali Kanon wird unter anderem das Savaka-Sangha als verantwortlich für den Niedergang des Dharma prophezeit - jenes dem Buddha so wichtige Sangha der wenigen spirituell Fortgeschrittenen, die die Vier Wahrheiten des Buddha mit Leib und Seele wirklich verstanden hatten, und dennoch noch lange nicht am Ziel waren. Der Punkt ist: Ein solch fortgeschrittenes Wesen kann uns weiterhelfen, doch gleichzeitig birgt es in sich Licht und Schatten - wie wir alle.
Ken Meisen
Heute morgen wurden die Demonstranten gegen die Vergeltung im Radio von einem Kommentator als Gegner des Friedens dargestellt. Für mich einfach unfaßbar und es erinnerte mich stark an die Zeit vor 1989 hier im Osten. Reicht da eine Metta-Meditaion?
dieses internet ist wirklich ne katastrophe. jetzt könnt ihr laberköppe euch auch noch selbst bestätigen und immer mehr staub aufwirbeln. bravo!