Da ist doch was merkwürdiges geschehen. Erstens hab ich entdeckt das "Sitzen" meine Schmerzen im Rücken beseitigt. Zweitens kommt Mascha, unsere Katze, an wenn ich anfange mich richtig zu setzen und legt sich dann wohlig zu meinen Füssen wenn ich richtig sitze. Kommt da irgendwas ins Unlot hebt sie doch tatsächlich den Kopf alsob sie sagen wollte:"Mach das mal richtig!"
Ich hab einen Meister gefunden, nein, er hat mich gefunden.
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Eine kurze Werbeunterbrechung - wer die Koan aus dem Kidogoroku, von denen ich 50 auf zen.de veröffentlichte und weitere nun auf meinem Blog nachreiche, als Buch haben will, kann das jetzt hier (und nur hier, also bei Amazon):
http://www.amazon.de/Kid%C3%B4goroku-100-K%C3%B4an-Kid%C3%B4-Chigu/dp/3936018995/angkorverlag-21/
Es handelt sich um den Teil eines Buches, das im japanischen Original die Antworten auf - für Fortgeschrittene gedachte - Koan präsentierte und deshalb in manchen Kreisen nicht gern gesehen wird. Dazu gehören auch die kurzen Kommentare/Antworten von Hakuin. (Da die Übersetzung frei ist, wird aber niemand damit bei seinem Lehrer durckommen ;-)
Außerdem habe ich zwei Titel bei Amazon Print on Demand neu herausgebracht, die zuvor nur in gebundener Form recht teuer sein mussten. Zum einen Gedichte des ehemaligen koreanischen Zen-Priester Ko Un, der immer mal wieder für den Literatur-Nobelpreis gehandelt wird: "Zen-Gedichte, was'n das?" Mit neuem Layout.
Und vor allem das Jikji, das ich mal unter Beibehaltung der koreanisierten Namen und Fachbegriffe für viel Geld (und ohne jegliche Unterstützung der Koreaner) direkt aus dem Original übersetzen ließ. Es kostete deshalb einst 50 Euro und ist nun als Taschenbuch für 15 Euro erschwinglich. Ein Nationalschatz, von dem nur der zweite Teil erhalten oder gefunden ist, eigentlich eine Koan-Sammlung, aus der uns einige Geschichten bekannt vorkommen. Es ist das älteste aus beweglichen Metall-Lettern gedruckte Buch der Welt - also älter als die Gutenberg-Bibel.
http://www.amazon.de/Jikji-Sammlung-koreanischen-Zen-Buddhismus-Baek/dp/3936018979/angkorverlag-21/
Hallo,
ich habe schon lange Probleme mit dem Sitzen beim Zazen. Ich merke es bessonders auf den Sesshins. Ich bekomme immer Rückenschmerzen da ich den Rücken für aufrichten und auf dem Kissenhalten sehr anstrenge.
Wie finde ich das passende Kissen für mich um dieses Problem zu lösen? Was für unterschiede machen die einzelnen Kissengrößen. Es gibt kleine, mittlere und große Kissen? Und wie finde ich die richtige höhe des Kissens. Ich benutze eines mit Kappok gefüllt. Die mit Dinkelspellsen oder ähnlichem find ich nicht so gut. Hab ich mal ausprobiert, aber es war schnell sehr hart.
Ich bekomme das Kissen auch nicht so gut unter den Hintern. Und wenn ich mich wie im Zen üblich einpendel und größere Bewegungen mache runtscht mir das Kissen leicht weg.
Was kann ich da nun tun damit es beim Sitzen besser geht.
Viele Grüße Kranich7
hallo
ich möchte niemanden zu nahe treten aber ich habe nun schon über 4000 beiträge hier verbracht und stelle mir nun einfach mal die frage ob es hier eventuell jemand gibt der sich mal wirklich die frage gestellt hat:
wenn man alle anweisungen der alten schriften berücksichtigt und man jahrelang gesessen hat ,was kommt nun? wozu das alles??
bitte nicht als lästerung betrachten sondern einfach nur den umstand sehen wenn alles so gemacht wurde wie gewünscht was ist dann?
nicht jeder beschäftigt sich so eingehend mit der materie und manche verlieren sich sogar in religiösen träumereien aber es könnte doch einen oder anderen geben der sich fragt was man mit dem möglichkeiten die sich allein aus biologischen fakten durch eine meditation ergeben, anfangen könnte.nur so als beispiel.
nennen wir es sachliche träumereien.
oder sogar einen schritt weiter ,zen in seinen möglichkeiten anwendbar ???
hier auf dem forum wo die ZAzenanhänger irgendwie die zenkundigen mit religiösen wortgefechten aus dem rennen werfen ist man sicher der meinung sitzen allein ist schon eine tolle sache.
"das soll auch ungenommen bleiben."
aber da es rund um den zen-buddhismus geht könnte es doch sein das es menschen gibt die sich der thematik intensiver gewidmet haben. einen solche würde ich gerne zu einem gedankenaustausch auffordern.es würde mir spass machen fakten aus erkenntnissen zu vergleichen welche durch ergebnisse aus der praxis belegbar wurden.
fühlt euch bitte nun nicht angegriffen.ZAzen wird dadurch sicher nicht gestört in seiner gleichmütigen betrachtungsweise.
ich werde auch alles, wie schon vorher, aufs profil verlegen wenns stören sollte oder zu sehr vom denkkorsett des ZAzengedanken abweicht.
ich will es für mich nur etwas interessanter gestalten.da vorträge über fotos, büchern, wer was mal irgendwann mal gesagt haben soll oder der umgang mit hunden aus ZAzensicht nun mal nicht so mein ding sind.
alle die sich nicht angesprochen fühlen können sich eines komentars enthalten damit diese kleine anfrage schnell vergessen ist.
vielen dank im voraus für euer verständnis.
liebe grüße reiner
Hallo,
ich habe jetzt mein erstes Sesshin mitgemacht.
Es war teilweise sehr anstrengend. Aber auch, nach dem ich die Schmerzen in den Beinen so lassen konnte, eine intensive Erfahrung.
Auch wurde mir klar wie viel Blödsinn über Samadhi und Erleuchtung ich mir zusammen gereimt hatte.
Nun gut, jetzt ist wieder Alltag.
Da verschwindet der zentrierte, ruhige Zustand doch wieder zunehmend.
Wie geht ihr da mit um? Ist nach dem Sesshin vor dem Sesshin?
zen_angler
ALS ICH MICH SELBST ZU LIEBEN BEGANN
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man REIFE.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das Gesunden Egoismus,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.
Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.
Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !
Charlie Chaplin
Ich möchte zunehmend lieber bloggen als in Foren diskutieren.
Mein neuer Blog ist hier: http://der-asso-blog.blogspot.com/
Dort werden mit der Zeit auch die Koan des Kido Goroku fortgesetzt (die ersten 50 waren hier unter "Zen-Rätsel" zu lesen).
Aktueller Beitrag ist die Übersetzung einer japanischen Fernsehdoku über Yakuza als Bettelmönche.
Freue mich über Besucher.
ich weiß, schon allein diese frage hätte aus der sicht des zen gewiss anders formuliert werden müssen - oder es ist nach den zen-inhalten nicht notwendig, überhaupt diese frage zu stellen.
dennoch wüsst ich gern, ob es hier vielleicht die "hilfe" für meine seele gibt - um dass sie wieder "leben" lernt.
ich suche etwas, das mir ruhe und ausgeglichenheit und vorallem mein "lachen von innen heraus" wieder geben kann. ich möchte zu mir selbst finden.
... und suche nach etwas - dass mich leitet
... nicht um dass ich die verantwortung für mein tun abgeben kann, sondern insbesondere konfliktsituationen gelassen, besonnen und ruhig gegenübertreten kann - weil eben nicht falsch oder richtig ist, sondern nur eine andere sicht auf die dinge bedarf.
ich würde mich sehr freuen, wenn ich einblicke und den zugang in die welt des zen bekommen könnte - und ich dabei begleitet werden kann. gern auch über einen anregenden schriftverkehr. für ein selbststudium - also alles im alleingang lernen - fehlt mir derzeit leider noch - durch einen seelischen rückschlag - die innere ruhe.
Hallo,
kann mir jemand sagen, wo es in Deutschland "Ableger" von Robert Aitken Roshis Diamant-Sangha gibt?
Einen schönen Sonntag,
Anke
Es ist großartig, dass bekannte Zen-Lehrer, wie z.B. D.T.Suzuki, sogar dazu bereit sind mit Hilfe einer Demonstration von Narzissmus [im Größenwahn versteckter Minderwertigkeitskomplex] zu zeigen, dass auch sie dazugehören.
Suzuki lehrt uns u.a., dass Titel und Bekanntheitsgrad uns nicht vor einer arroganten Geistes-Haltung schützen - im Gegenteil - und wir seine Worte daher nicht zu ernst nehmen sollen.
Weiterhin kann man sich zeigen lassen, dass
Lehren, auch wenn sie voll daneben zu sein scheinen,
zum Lernen genutzt werden können,
wenn man sie umkehrt.
Liebe Zengemeinde
Ich habe eine Frage an die hiesige Zengemeinde (mich interessiert vor allem die Meinung der Zen-Praktiker, Zen-Dogmatiker und Zen-Puristen, aber auch Tipps allfälliger Zen-Anarchisten, Zeninfantilisten, Zenanalphabeten und Zen-Zoroastristen könnten evtl. nützlich sein): Wie ist es besser zu meditieren ? Im bequemeren, aber doch etwas schiefen Halblotossitz ? Oder ist der Lotossitz anzustreben, der doch etwas symmertrischer und stabiler ist (sofern die Beine nicht wegspicken), bei dem aber statt der Schiefe die schmerzenden Beine von der Meditation ablenken ?
Werte Leserschft!
Ins Zazen gehen, fällt mir noicht schwer.
Anders verhält es sich für mich mit der "Rückkehr".
Die "Leere meines Geistes" wird immer wieder einmal von genau demselbigen durchbrochen.
Dann übe ich mich in "nicht anhaften".
Wie finde ich das Ende, wenn ich meine Gedanken durch mich hindurch ziehen lasse?
Setzt Ihr einen "Schlusspunkt" beim Sitzen?
Wenn ja, wie?
Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit!
Seht euch diesen Beitrag mal an. Es geht um die Fotos von Atta Kim.
Ist glaube ich der vierte. Die Zeit solltet ihr euch nehmen. Der Zeigt mir genau was ich mit Leben meine doch das Sehen dieses Lebens war für mich eine wirkliche Erkenntnis.
http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3415686%3FpageId=487890&moduleId=314636&categoryId=&goto=1&show=
Ich erlaube mir, die kleine Übersetzung des kurzen Shrimala-Sutras bekanntzugeben:
Im Shrîmâlâdevîsimhanâda-sûtra erläutert eine Frau in Gegenwart und mit Zustimmung Buddhas die Doktrin des Tathâgatagarbha. Königin Shrîmâlâ bekehrt zunächst die Frauen ihres Reiches, dann ihren Ehemann, schließlich die übrigen Männer. Dieses Sûtra ist im Westen noch zu wenig bekannt, trotz seiner Prägnanz, Frische und Originalität. Es verdichtet sich zur Lehre des Einen Fahrzeuges (ekayâna). Im chinesischen Kanon existieren zwei Versionen: die hier verwendete von Gunabhadra (394468), die im Jahre 435 entstand, und eine weitere von Bodhiruci (672727). Enthalten sind u.a. zehn alternative Gelübde der Ordination. Dieses Sutra unterstützt die Emanzipation der Nonnen. - T353 der Taishô Tripitaka.
(Zu beziehen über Amazon http://www.amazon.de/Shr%C3%AEm%C3%A2l%C3%A2-S%C3%BBtra-Guido-Keller/dp/3936018618/angkorverlag-21/ sowie im Buchhandel für 9,90 . Die erste Auflage, bei der lediglich die Seitenzahlen in der Inhaltsangabe nicht stimmen und das Cover anders aussieht, gibt es auf Spendenbasis über www.dharma.de bei der DBU - Link "Shop").
Hallo Ihr lieben Sitzenden,
an anderer Stelle hatte ich schon versucht, das Thema hier anzuschneiden, aber ich fürchte, es wird zwischen den dort erörterten Verdauungsfragen untergehen.
Es geht mir um die Frage, in welcher Weise bzw. in welchem Umfang sich in der Zen-Meditation ein Zugang zu den eigenen unbewussten Strukturen eröffnen kann.
Immer wieder einmal, wenn ich eine distanzierte Perspektive zu meiner Zen-Praxis einnehme, kommt mir der Verdacht, bei der gedanklichen Vorgehensweise dieser Meditationform könnte es sich um eine Art von selbst gemachter "Denkerziehung" handeln. Ich wähle diesen Begriff, insofern die Beobachtung der eigenen Gedanken an den "bewussten Maifestationen von Bedürfnissen" anknüpft, damit jedoch nicht zu den eigentlichen "Wurzeln" jener Bedürfnisse durchdringt (was mir besonders schwierig auch deswegen vorkommt, weil die wirklich interessanten Wurzeln ja meistens der Verdrängung unterliegen).
Deswegen möchte ich hier fragen, mit welcher Begründung man den Standpunkt vertreten könnte, dass Zen-Meditation mehr als ein Akt der Gedankenkonditionierung bzw. der gedanklichen Selbstdressur ist.
Ich freue mich über jede Antwort!
Viele Grüße
K.
Ich möchte mal einen Themenbereich zur Diskussion stellen, und zwar Lebensplanung.
Den provokanten Titel habe ich gewählt, weil nach meinem Eindruck Zen und Planung wie Feuer und Wasser zu sein scheinen.
Nach dem Motto: bloß nicht Denken, denn Denken ist Teufelswerk.
Sagt zwar so konkret niemand, aber es scheint eine oft ganz wichtige Motivation zu sein.
Da ich mich aber auch mit Planung beschäftige und sehe wieviele Dinge wohlgeplant übersichtlicher werden, erfolgsversprechender werden, manchmal sogar erst damit zu funktionieren scheinen, möchte ich mal darüber nachdenken, wo Berührungspunkte liegen und wo Planung im Zen vielleicht eher behindert als helfen kann.
Vieles im organisierten Zen, also im Dojo läuft ja nun streng nach Plan, zumindest als Zeitplan.
Wer regelmäßig praktiziert wird auch da so etwas wie einen Zeitplan haben.
Ob Erleuchtung (der Begriff ist unwichtig, seht es mal einfach als Hilfsbegriff jeglichen Erfolges durch Zazen, selbst wenn er für den Einzelnen genau darin bestehen mag, Zazen als sinnlos zu erleben) planbar ist, irgendwie beeinflussbar, daran habe ich zwar einige Zweifel, die können aber durchaus daraus resultieren, dass mir bisher lediglich der Zugang dazu fehlt.
Warum ich das so sage: Ich sehe, während ich mich mit Planung beschäftige, dass es Lebensfaktoren gibt, die ich mir wünsche oder sie zum Teufel wünsche, deren Auftreten und Wirken mir zufällig erscheinen. Bei näherer Betrachtung stelle ich jedoch vermehrt fest, dass dies gar nicht so ist, sondern ich einfach nur nicht den Zugang dazu gefunden hatte.
Beispiel, ich wäre gern Nichtraucher. Ich fühle das sehr genau, aber einfach nur "Nichtraucher werden" als Zielformulierung hat mir erfahrungsgemäß nichts genützt. Meist war die Nikotinsucht einfach nicht beherrschbar.
Es gibt aber, so weiss ich ebenfalls aus Erfahrung, Methoden, mit denen es mir durchaus wiederholt gelungen ist, die Nikotinsucht vor dem Tag des Aufhörens soweit reduzieren zu können, dass die nicht mehr der Faktor eines späteren Rückfalls war.
In meiner jetzigen Planung (ich wünsche mir weniger konkrete Tips dazu, sondern führe dies nur als praktisches Beispiel an), benutze ich diese Methode mit der von vornherein festgelegten Maßnahme, sie im Falle eines Rückfalls sofort erneut zu beginnen.
Das ist zB ein Faktor, der bisher in der Planung völlig fehlte. Es war also ein Erfolg geplant und danach kam nichts für die Möglichkeit des Rückfalls. Klarer Planungsfehler würde ich mal sagen, denn es liegt auf der Hand, warum dann als nächstes erstmal Verdrängung kommt.
Bewertung als Versagen, keine Alternative, Hilflosigkeit, ein schlechtes Gefühl, und dann mangels Alternative eben Verdrängung und entsprechend lange dauert es dann bis zu einem nächsten Start.
Dies könnte in ähnlicher Form auf viele lernbare Verhaltensweisen zutreffen, die aber mehr oder weniger begründbar dem Zufall überlassen werden.
Wenn ich praktiziere, dann betrachte ich das nicht als Zufall. Es war zwar nicht geplant, hat sich aber für mich nachvollziehbar daraus entwickelt, dass aufgrund gewisser Erlebnisse für mich nachvollziehbar wurde, dass mir das guttut.
Selbst ein gewisser Plan, "täglich", ist vorhanden, auch "ungeplant" (weil nicht am Schreibtisch ausgedacht).
Man plant zB die Teilnahme an einem Sesshin, und auch da ist von der korrekten Planung abhängig, ob man dort überhaupt ankommt.
Es kommt sowieso wie es kommt, scheint mir keine sinnvolle Alternative (wenn man das auch so sehen könnte oder mag).
Also was denkt Ihr? Was am Zazen ist planbar, was nicht? Was erscheint Euch sinnvoll zu planen, was nicht?
Eine Bitte an Reiner. Benutz dies bitte nicht für blöde Bemerkungen über ungeplantes am Zazen oder um zum 1000sten Mal Deine Theorien zu verbreiten.
Ich fürchte, dann würde das Thema schnell unsachlich werden müssen.
Gruß
mipooh
Der Hundebiss
Einst kam ein Bettelmönch mit seiner Schale zum Haus eines alten Mannes. Dort wurde er von einem Hund gebissen. Der Alte sagte: Wenn ein Drachen auch nur einen Faden am Leib hat, wird ihn der goldene Vogel nicht verschlingen.* Ihr, Ehrwürden, seid völlig in heiliges Gewand gekleidet. Wie konntet Ihr da von einem Hund gebissen werden? Der Mönch war sprachlos.
Meister Kidô:
Eine süße Melone ist durch und durch süß.
Meister Hakuin:
Unerwartet traf ich auf Schwierigkeiten.
[Anm. * Nach dieser Legende bat ein Drache den Buddha um Hilfe, weil der goldene Vogel seine Nachkommen verschlang. Buddha gab ihm seinen Umhang und sagte, dieser würde ihn beschützen. Der Drache bat um zahlreiche Umhänge mehr, um auch alle anderen Drachen unter Schutz stellen zu können. Buddha erklärte, dass dieser eine Umhang endlos geteilt werden könne und schon ein einziger Faden den goldenen Vogel von den Drachen fernhielte.]
(Diese Reihe ist hiermit vorläufig beendet. Weitere 50 Koan sollen im kommenden Jahr in meinem Blog erscheinen.)
Enôs Robe*
Einst suchte ein Mönch den Berg Sôkei auf, um dort die Robe und Schale von Meister Enô sehen zu können. Der dortige Tempelaufseher sagte, indem er die Robe hochhob: Dies ist, was der Mönch Myô vom Berg Daiyûrei nicht anheben konnte. Der Besucher fragte: Warum ist sie dann in deinen Händen? Der Aufseher war sprachlos.
Meister Kidô:
Wer liebt, sieht es und nennt es Liebe.
Meister Hakuin:
Die Robe ausziehen.
[Anm. *Als Enôs Meister diesen als Nachfolger bestimmt und ihm Robe und Schale übergeben hatte, war Enô gezwungen zu fliehen, weil die anderen Mönche ihn nicht anerkannten. Nahe dem Berg Daiyûrei wurde er von ihnen gestellt. Als sie ihm aber die auf den Boden gelegte Robe und Schale entwenden wollten, konnten sie diese nicht emporheben. Enô ließ sich später auf dem Berg Sôkei nieder.]
Die Kannon-Statue
Einst kamen Koreaner in eine chinesische Provinz, um sich dort eine Kannon*-Statue schnitzen zu lassen. Als sie versuchten, diese auf ihr Schiff zu bringen, erwies sie sich als unbeweglich. Später wurde sie in den Kaigen-Tempel im Distrikt Mei gebracht und dort verehrt.
Dazu stellte jemand folgende Frage: Ein Buddha sollte sich doch überall zeigen, warum hat sich also diese heilige Statue der Reise nach Korea verweigert?
Meister Kidô:
Es ist schwer, vertraute Orte zu vergessen.
Meister Hakuin:
Ein dummer Vogel verlässt nicht sein Nest.
[Anm. * Bodhisattva der Barmherzigkeit]